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Akutes-auf-chronisches Leberversagen (ACLF)
Klinische Studienphase I/IIa

Hintergrundinformationen

Unter einem akuten-auf-chronischen Leberversagen (ACLF) wird ein akutes Leberversagen bei vorbestehender chronischer Lebererkrankung verstanden, welches mit multiplem Organversagen und einer hohen systemischen Entzündungsreaktion einhergeht (Arroyo et al., 2015). Nicht beherrschbare Organschäden und sekundäre Infektionen bedingen ein schlechtes Kurzzeitüberleben. Die 30-Tage-Letalitätsrate beträgt in Abhängigkeit von der Anzahl der extrahepatischen Organversagen bis zu 77 % (Bajaj et al., 2014). Ein ACLF erfordert eine intensivmedizinische Behandlung. Oftmals stellt jedoch eine Lebertransplantation die einzige effektive Maßnahme dar, wobei die begrenzte Verfügbarkeit von Spenderorganen einen limitierenden Faktor bildet.

 
Die systemische Entzündung bei ACLF korreliert mit der Anzahl der Organversagen (Arroyo et al., 2015) und stellt somit einen wichtigen prognostischen Faktor dar. ABCB5-positive mesenchymale Stammzellen (ABCB5+ MSCs) könnten aufgrund ihrer antiinflammatorischen Eigenschaften die Entzündungslage des Organismus senken und den Verlauf des ACLF verbessern. Zudem wurde gezeigt, dass ABCB5+ MSCs unter bestimmten Kulturbedingungen verschiedene Zytokine sezernieren, die die Entzündung der Leber eindämmen und die Leberregeneration fördern könnten (Tietze et al., 2018).

Die notwendigen Sicherheitsstudien zur Unbedenklichkeit einer systemischen (intravenösen) Gabe von ABCB5+ MSCs wurden erfolgreich abgeschlossen.


Ablauf

Informationen zur klinischen Studie mit allogenen ABCB5+ MSCs bei Patienten bei ACLF finden Sie HIER.


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