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Limbale Stammzelldefizienz (LSZD)
Klinische Studienphase I/IIa

Hintergrundinformationen

Limbale Stammzellen (LSZs) spielen eine zentrale Rolle bei der regelmäßigen Erneuerung des transparenten Epithels des vorderen Augenabschnittes, der sogenannten Hornhaut bzw. Kornea. Eine Schädigung des Limbus, der Übergangszone zwischen der Hornhaut und der Lederhaut des Auges in dem die LSZs lokalisiert sind, kann zu einem Verlust der Stammzellen führen (limbale Stammzelldefizienz, LSZD). Eine LSZD kann eine Überwucherung der Hornhaut mit Bindehautzellen sowie chronische Entzündungen, Vernarbungen des Hornhautgewebes und das Einwachsen von Gefäßen zur Folge haben. Diese Prozesse können die Transparenz der Hornhaut und damit das Sehvermögen stark beeinträchtigen und zu Blindheit führen. Herkömmliche Behandlungsverfahren im Fall von LSZD umfassen die Transplantation von autologem oder allogenem limbalem Gewebe. Die Verfügbarkeit von limbalem Spendergewebe ist jedoch begrenzt und die Transplantation mit einem hohen Abstoßungsrisiko verbunden.

In der Vergangenheit konnte gezeigt werden, dass der Erfolg solcher Transplantationen vom Anteil der enthaltenen Stammzellen abhängt. Diese lassen sich durch die Expression des Proteins p63 identifizieren. Eine Aufkonzentrierung der Stammzellpopulation war bislang aber nicht möglich, da der Transkriptionsfaktors p63 nur intrazellulär vorliegt. Kürzlich publizierte Daten zeigten jedoch die Ko-Expression des membrangebundenen ABC Transporters ABCB5, wodurch die Voraussetzung für eine Antikörper-basierte Aufreinigung gegeben ist. Darüber hinaus wurde durch verschiedene Wissenschaftler eine zentrale Rolle von ABCB5 für die normale Hornhautfunktion sowie von ABCB5+ LSZs bei kornealen Regenerations- und Reparaturprozessen gezeigt (Ksander et al., 2014; Gonzalez et al., 2017; Li et al., 2017). Diese Beobachtungen legen nahe, dass durch topische Applikation von ABCB5+ LSZs der natürliche Stammzellpool im von LSZD betroffenen Auge wiederhergestellt werden könnte. Auf diese Weise könnte eine Regeneration des kornealen Gewebes erreicht und die Sehkraft verbessert oder wiederhergestellt werden.

 
Bei TICEBA wurde ein GMP-konformer Herstellprozess zur Produktion von ABCB5+ LSZs etabliert und eine Herstellerlaubnis nach §13 AMG erteilt. Der Prozess umfasst die Gewinnung, Expansion und Isolierung der Stammzellen aus kornealem Spendergewebe. Die Sicherheit und Wirksamkeit der ABCB5+ LSZs wurde in präklinischen Modellen gezeigt.

Ablauf

Informationen zur klinischen Studie mit allogenen ABCB5+ LSZs erhalten sie HIER.



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