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Tumorerkrankungen

Hintergrundinformationen

Krebserkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in Industrieländern. Bösartige Tumore wachsen invasiv und zerstören umliegendes Gewebe. Ein Teil der Tumorzellen ist resistent gegen Chemo- und Strahlentherapie und besitzt das Potential, an anderer Stelle Metastasen zu bilden. Aus diesen Gründen besteht nach wie vor ein großer Bedarf an neuen Therapiemöglichkeiten.


Da Tumore aus körpereigenem Gewebe bestehen, werden sie vom Immunsystem eher toleriert als Krankheitserreger. Außerdem können Tumore aktiv das Immunsystem unterdrücken. Neuere Therapieansätze zielen deshalb darauf ab, die Toleranz des Immunsystems gegenüber dem Tumor zu überwinden, sodass das körpereigene Immunsystem die Tumorzellen erkennt und zerstört. Allerdings kann dieses Konzept nur funktionieren, wenn tumor-spezifische Immunzellen entweder bereits vorhanden sind oder erfolgreich induziert werden können.


Bestimmte Tumorstammzellen tragen auf ihrer Oberfläche das Molekül ABCB5. Dieses Molekül könnte als Basis für Immuntherapien dienen. Durch die Nutzung von ABCB5 auf Tumorstammzellen als Angriffsziel – direkt durch spezifische Antikörper oder indirekt durch Verstärkung oder Erzeugung einer gegen ABCB5 gerichteten spezifischen zellulären Immunantwort – könnten neue Therapieoptionen für Patienten geschaffen werden, die nicht oder nur schwach auf verfügbare Therapien ansprechen.



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