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Therapeutische monoklonale Antikörper (mAB)

Ausgangssituation

In verschiedenen Tumorarten, insbesondere dem malignen Melanom und dem Merkelzellkarzinom, wurden ABCB5-positive Krebsstammzellen nachgewiesen, die sowohl das Potenzial zur Initiierung eines klinisch manifesten Tumors als auch Resistenz gegenüber Standard-of-Care-Chemotherapeutika wie Taxanen und Anthrazyklinen besitzen. Diese Zellen können sich unter Chemotherapie selektiv anreichern und so nach anfänglichem Therapieansprechen das Auftreten von Tumorrezidiven fördern, die häufig mit einem tödlichen Verlauf der Erkrankung einhergehen (Schatton et al., 2008; Kawanobe et al., 2012).


Ziel

Die Entwicklung eines gegen ABCB5 gerichteten therapeutischen monoklonalen Antikörpers (mAB) stellt einen Ansatz zur Krebstherapie auf mehreren Ebenen dar: Ein solcher mAB könnte einerseits über die funktionelle Hemmung des ABCB5-Moleküls die Chemotherapie-Resistenz des Tumors überwinden, andererseits über die Rekrutierung und Aktivierung spezifischer Immunzellen die zielgerichtete Zerstörung der ABCB5-exprimierenden Krebszellen auslösen (Antikörper-abhängige zellvermittelte Zytotoxizität).


Ablauf

In präklinischen Studien wurde bereits gezeigt, dass eine Blockade von ABCB5 mithilfe eines anti-ABCB5-Antikörpers das Wachstum von humanen Tumoren hemmen kann (Kleffel et al., 2016). Derzeit wird an der Auswahl und Optimierung geeigneter Antikörperkonstrukte für die klinische Anwendung beim Menschen sowie an der Etablierung und Validierung der dazu erforderlichen analytischen Verfahren gearbeitet.


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